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Vogelgrippe und spielen im Sandkasten?
Eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten ist die Vogelgrippe. Ursprünglich aus Asien kommend hat sie mittlerweile auch Europa und Deutschland erreicht und man kann heute nicht ausschließen, dass sie auch in Ihrer Umgebung auftreten kann. Die größte Gefahr der Übertragung des Erregers der Vogelgrippe ist die Übertragung über Vogelkot oder den Kot anderer Tiere (z.B. Katzen).
Nach meinem Studium von Literatur ist das Risiko für Menschen, sich zu infizieren, jedoch sehr gering. Hierbei ist jedoch im Auge zu behalten, dass der Erreger mutieren könnte und die Ansteckungsgefahr für Menschen und Kinder zunehmen könnte. In gewisser Weise beruhigend ist allerdings, dass der Erreger der Vogelgrippe „im Freien“, also z.B. im Sandkasten, bei Temperaturen von ca. 20 Grad maximal einen Tag überleben kann. Bei höheren Temperaturen, also dem typischen Sandkastenwetter, sterben die Erreger der Vogelgrippe in noch kürzerer Zeit ab.
Ich persönlich halte deshalb das heutige Risiko für Babys und Kinder, sich beim Spielen im Sandkasten oder auf der Wiese zu infizieren für extrem gering.
Das größte Risiko wäre noch, wenn das Kind Tierkot direkt isst und hiergegen können Sie ja gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Hierzu gehört zum Beispiel, dass Sie den Sandkasten nach Tierkot absuchen und ihn gegebenenfalls entfernen, bevor Ihr Kind im Sand spielt. Wenn Ihr Kind noch sehr klein ist, hilft vielleicht auch der Schnuller, damit Ihr Kind keinen Kot aufnimmt.
Wenn Sie mit Ihrem Kind wieder zu Hause sind, waschen Sie ihm gründlich die Hände.
Stephan Bülow
28.03.2006
Anmerkung: Meine Einschätzung der Gefahr beruht auf der Ausbreitung der Vogelgrippe am 28.03.2006. Sollte sich die Vogelgrippe deutlcih ausbreiten, so ändert sich natürlich auch die Einschätzung der Situation.